Armes reiches Deutschland – ist das Geld bald weg?

Liebe Leserin, lieber Leser,

Deutschland hat Geld, sagt der IWF und soll deshalb zahlen. Die Idee ist nicht neu: ein Blick in die Geschichte verrät, dass Staaten sich schon immer mit Hilfe der privaten Geldvermögen ihrer Untertanen saniert haben. Warum sollte Deutschland dabei eine Ausnahme sein?

5 Billionen Euro sind viel Geld

fond_metall…so viel hat Deutschland sich inzwischen mühsam zusammen gespart

Ja, liebe Leser, laut Mitteilung der Deutschen Bundesbank ist das Vermögen in Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen und Ansprüchen gegenüber Versicherungen der privaten Haushalte in Deutschland im 2.Quartal auf 5,027 Billionen Euro angewachsen. Insgesamt haben wir Deutschen damit 23 Milliarden Euro mehr als im 1.Quartal an Ersparnissen angesammelt.

Eigentlich eine gute Nachricht, ist ja schließlich viel Geld – wenn da nicht der IWF wäre. Der Internationale Währungsfonds gönnt uns nämlich offenbar überhaupt nichts. In seinem aktuellen Staatsschuldenbericht, versteckt auf Seite 49, sprechen sich die Verfasser nämlich dafür aus, die nach wie vor bestehende europäische Schuldenkrise mit Hilfe unserer Privatvermögen zu lösen.

Eine Sondersteuer in Höhe von nur 10% auf alle unsere Guthaben wäre genug Geld, so der IWF, damit wir Zonen-Europäer endlich in froher Gemeinschaft und ohne den leidigen Schuldenbuckel auf dem Rücken ein erträgliches Dasein fristen können.

Ich empfinde das als absolut empörend….

…allerdings hatte ich eigentlich auch nichts anderes erwartet!

Ein Blick in die Geschichte zeigt nämlich, dass sich überschuldete Staaten das Geld am Ende immer bei den Untertanen holen. Warum nicht auch Deutschland?

Wie zum Beispiel:

·       1813 in Dänemark

Das bis dahin einst sehr wohlhabende Land litt unter den finanziellen Belastungen der Kriege gegen England. Auch die Truppen Napoleons mit denen man sich verbündet hatte, wollten versorgt werden. Am Ende schafften es aber selbst massive Einkommenssteuern nicht, das Defizit zu decken. So war der dänische Staat schließlich gezwungen zu einer Währungsreform zu greifen, welche zu einer Inflation von über 100% führte. Die Schulden hatten also das Geld wertlos gemacht!

Ähnlich erging es auch Österreich:

·       1811 in Österreich

Auch Österreich litt unter den Koalitionskriegen, insbesondere nachdem das Kaisertum den 5.Koalitionskrieg gegen Napoleon verloren hatte. Was folgte war schließlich der erklärte Staatsbankrott Österreichs. Jegliches Papiergeld wurde 1 Jahr später für ungültig erklärt. Zuvor konnte altes Geld gegen neues mit einem Abschlag von 80% umgetauscht werden. Die Enteignung der eigenen Sparer war zwar ein großes Opfer, aber nicht lange wirksam, denn schon 1816 folgte bereits der nächste Staatsbankrott des Landes. Der einzige Trost: In diesen 4 Jahren hatten die Österreicher bestimmt nicht noch einmal so viel neues Vermögen zusammen sparen können, wie vor dem ersten Bankrott 1811. 😉

Hier war der Staatsbankrott übrigens durch eine massive Steigerung der Papiergeldmenge erst möglich geworden. Und am Ende hatte der Staat das Geld dann komplett wertlos gemacht!

Deutschlands Schulden haben sich verdoppelt – 2 Bio. EUR sind viel Geld

Quelle der Daten: Eurostat

Sehen Sie sich diesen Chart an, liebe Mitdeutsche. Innerhalb von nur 14 Jahren haben sich die Schulden Deutschlands verdoppelt. Zwar hatten wir die Verdoppelung in den 90er Jahren auch schon geschafft, aber am Ende ist es doch das gesamte Geld das zählt. Bis zur Überschreitung der 1 Billionen Euro Marke hatten wir über 40 Jahre gebraucht. Bis zur Überschreitung der 2 Billionen Marke gerade einmal 15 Jahre. Und damit sind wir in der Summe das am höchsten verschuldete Land Europas. Ja, liebe Leser, sogar Italien und auch Frankreich, die gemessen am BIP natürlich eine wesentlich höhere Staatsverschuldung aufweisen, haben in der Summe allerdings nicht so viele Schulden wie wir Deutschen. Da können wir nur hoffen, dass uns das BIP nicht schlapp macht. Sollte das allerdings passieren, dann sind unsere Schulden nicht mehr tragbar und uns wird es nicht anders ergehen, als anderen bankrotten Staaten. Dann würde auch Deutschland nur noch eine weitere Währungsreform helfen – auf unser aller Kosten versteht sich.

Auch Deutschlands Geldmenge hat sich verdoppelt

Der fortwährende Anstieg der Geldmenge war es, der damals Österreich den Kopf kostete. Das Land hatte damals nicht einmal 50 Jahre an stetigem Wachstum der Papiergeldmenge gebraucht um sich selbst in den Bankrott zu befördern. Wie lange die Amis und wir wohl brauchen werden?

So long liebe Leser….Sie mögen nun vielleicht einwenden, dass diese Beispiele aus Dänemark und Österreich doch sehr lange her sind..und sicher, damals herrschte zudem auch noch Krieg…doch das Prinzip bleibt immer das Gleiche…Staaten haben einen verhängnisvollen Hang dazu mehr Geld auszugeben als sie haben…zahlen muss das am Ende immer der Bürger, ob über Steuern, Währungsreformen, Inflationen oder den Staatsbankrott…aber hey, wenn wir alle rund 40% unseres Ersparten abgeben..werden wir im Endeffekt auch nicht frei sein…gerade deswegen ist es eine zwingende Notwendigkeit sein Erspartes vor Zugriff zu schützen. Dies geht am besten mit strategischen Sachwerten

liebe Grüße…